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In der Nacht zu Montag

Polarlichter und Halbschatten-Mondfinsternis: Warum sich der Blick in den Himmel lohnt

Polarlichter sind am Himmel über Schillig (Kreis Friesland) zu sehen (Archivfoto).
Polarlichter sind am Himmel über Schillig (Kreis Friesland) zu sehen (Archivfoto).

Polarlichter haben bereits am Samstag­abend den Himmel vor allem über den Inseln im Norden Deutschlands teilweise bunt gefärbt, und auch in der Nacht zu Montag (25. März) ist das Phänomen nach stärkeren Sonnen­eruptionen wieder möglich – allerdings sind die Chancen offenbar nicht so groß wie zunächst angenommen.

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Wie der private Weltraum­wetter­dienst Space­weather.com am Sonntag­abend berichtete, traf ein Teilchen­strom bereits einige Stunden früher als zunächst erwartet auf das Erd­magnetfeld – dadurch hatten vor allem Menschen in Asien, Australien und Neuseeland die Chance, Polarlichter und damit einen zeitweise in Rot- und Grüntönen schillernden Nacht­himmel zu beobachten. „Wenn der Sturm noch ein paar Stunden andauert und die Nacht nach Westen vordringt, könnten auch europäische Himmels­beobachter die Polarlichter sehen“, heißt es bei dem Weltraum­wetter­dienst.

So entstehen Polarlichter

Polarlichter entstehen, wenn es auf der Sonne Eruptionen gibt, bei denen es zu einem sogenannten koronalen Masse­auswurf Richtung Erde kommt, der aus Elektronen, Protonen und bestimmten Atomkernen besteht. Weil Bestandteile des Plasmas elektrisch geladen sind, wirken sie im Wechsel mit dem Erd­magnetfeld und stauchen es quasi zusammen. Durch magnetische Kurzschlüsse im Schweif des Erd­magnetfeldes werden Teilchen­ströme in die Polar­regionen erzeugt, die die Luftteilchen zum Leuchten anregen, was als leuchtendes Polarlicht sichtbar wird.

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Die Richtung Erde geschleuderten hoch­energetischen Teilchen können in hohen Breitengraden zudem Effekte wie Störungen beim Kurzwellen­funk sowie leicht erhöhte Strahlungs­werte für Flugzeuge, die über die Pole fliegen, zur Folge haben.

Die Sonne durchlebt einen etwa elf Jahre währenden sogenannten Sonnenflecken­zyklus mit Phasen schwacher und starker Aktivität. Im Minimum können monatelang keine Flecken zu sehen sein, im Maximum Hunderte. Seit Dezember 2019 hatte die Aktivität der Sonne stetig zugenommen, aktuell befindet sie sich im Umfeld eines Maximums. Immer wieder waren daher in den vergangenen Monaten Polarlichter auch über Deutschland zu sehen – und teilweise auch bis hinunter ans Mittelmeer.

Halbschattenfinsternis am Montag: Mond wirkt grauer als üblich

Mögliche Polarlichter sind allerdings nicht das einzige Himmels­phänomen in der Nacht zu Montag, es findet auch eine Mondfinsternis statt. Allerdings handelt es sich lediglich um eine Halbschatten­finsternis, bei der der Mond nur vom Halbschatten der Erde bedeckt und nicht vollständig verdunkelt wird. Dabei ist die gesamte sichtbare Mond­oberfläche weiter einem gewissen Anteil direkter Sonnen­strahlung ausgesetzt, der Mond erscheint etwas grauer als sonst.


      ARCHIV - 22.04.2020, Schleswig-Holstein, Neukirchen: Der Sternenhimmel leuchtet über einem Rapsfeld. (zu dpa: «Nasa: Heller Ausbruch demnächst von der Erde aus zu sehen») Foto: Daniel Reinhardt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wie ein neuer Stern: Helle Nova-Explosion demnächst von der Erde aus sichtbar

In den kommenden Monaten könnte sich laut Nasa ein Himmels­spektakel ereignen: Eine sogenannte Nova-Explosion soll ein Sternen­system hell aufleuchten lassen.

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Und noch eine dritte Himmels­erscheinung kann zurzeit Blicke aus Deutschland auf sich ziehen: Der Komet 12 P/Pons-Brooks ist auf seiner Bahn für einige Zeit von der Erde aus zu sehen – das kommt nur alle 70 Jahre vor. Mit ein wenig Glück können Beobachterinnen und Beobachter ihn zurzeit sogar mit bloßem Auge entdecken, von einem Berg aus zum Beispiel.

„Man sollte mit der Beobachtung beginnen, wenn die Dämmerung weit fortgeschritten, aber der Himmel noch nicht ganz dunkel ist“, sagt der Vorsitzende der Vereinigung der Stern­freunde mit Sitz im südhessischen Bensheim, Uwe Pilz. „Je nach Ort im deutschen Sprachraum ist das zwischen 19.30 und 20 Uhr.“ Anfänger hätten bis Anfang April gute Chancen, den Kometen zu finden, sofern das Wetter mitspiele.

RND/seb/dpa

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