Frankreichs Wirtschaft lässt Regierung durchatmen

Paris. Die Wirtschaft Frankreichs ist im Frühjahr wieder gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent, wie das Statistikamt Insee am Freitag mitteilte. Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire sprach nach einer Regierungssitzung in Paris von einem „Sieg der französischen Wirtschaft in diesen schwierigen Zeiten“.
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Experten waren im Schnitt von einem Zuwachs um 0,2 Prozent ausgegangen. Das Wachstum folgt auf einen Rückgang der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um 0,2 Prozent. Getragen wurde die Entwicklung laut Insee vor allem durch den Außenhandel. Die Exporte stiegen um 0,8 Prozent, während die Importe um 0,6 Prozent zurückgingen. Der Beitrag der Inlandsnachfrage war neutral: Während der heimische Konsum zurückging, stiegen die Investitionsausgaben an.
Le Maire sagte, die Mitte-Regierung halte ungeachtet von Konjunkturrisiken an der Vorhersage fest, wonach die Wirtschaft 2022 um 2,5 Prozent wachsen werde. Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten Frankreichs seien solide, sagte der Ressortchef, der in Paris wegen seiner breitgefächerten Zuständigkeiten als besonders mächtig gilt.
RND/dpa



