UN-Organisation beschließt neue Klimaziele für Kreuzfahrtschiffe und Containerfrachter

London/Hamburg. Im Kampf gegen den Klimawandel muss die Schifffahrt weltweit ihre Treibhausgasemissionen bis etwa 2050 auf null reduzieren. Das sieht ein Beschluss vor, auf den sich die Mitglieder der Weltschifffahrtsorganisation IMO (International Maritime Organization) nach langen Beratungen in London geeinigt haben.
Konkret heißt es in der am Freitag präsentierten neuen IMO-Klimastrategie, man wolle die Emissionen „unter Berücksichtigung der unterschiedlichen nationalen Gegebenheiten bis zum Jahr 2050 oder kurz danach auf null“ senken.
Schifffahrt soll klimaneutral werden
Die internationale Schifffahrt verläuft über Staatsgrenzen hinweg und ist im Pariser Klimaabkommen nicht berücksichtigt. Deshalb ist es das Ziel der UN-Organisation für die weltweite Schifffahrt (IMO), in der 174 Staaten vertreten sind, spezifische Regelungen festzulegen.
Der Hauptgeschäftsführer des Reederverbandes VDR, Martin Kröger, sprach in Hamburg von einem „historischen Tag für die Schifffahrt“. Bislang sahen die IMO-Vorgaben bis 2050 nur eine Halbierung des Ausstoßes von Treibhausgasen wie CO₂ vor. Die Schifffahrtsindustrie hatte sich schon länger für eine Verschärfung des Ziels eingesetzt.
RND/dpa



