Die Welt am Dienstagmorgen
Hoffnung auf Frieden + ein revolutionärer Blick ins All
Guten Morgen!
Im Nahen Osten überschlagen sich erneut die Ereignisse, inzwischen scheinen die Zeichen auf Deeskalation zu stehen.
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Mit diesen fünf Themen aus Deutschland und der Welt sind Sie bestens informiert für Ihren Dienstag.

Friedensstifter Trump?
Das ist passiert: US-Präsident Donald Trump (79) hat eine Waffenruhe zwischen Israel und Iran angekündigt, sie soll ab heute in mehreren Phasen in Kraft treten. Irans staatlicher Rundfunk bestätigte die Waffenruhe am frühen Morgen.
Darum ist es wichtig: Falls die Friedensbemühungen wie von Trump beschrieben funktionieren, wäre eine weitere Eskalation im Nahen Osten vorerst abgewendet. Das wäre auch ein persönlicher Erfolg für den US-Präsidenten.
So geht es weiter: Viel hängt von den Entwicklungen in den nächsten 24 Stunden ab – nach einem friedlichen Ablauf dieser Frist am Mittwoch gelte der Krieg als beendet, kündigte Trump an. Am frühen Morgen meldete Israel allerdings bereits neuen Raketenbeschuss aus dem Iran.
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Spaniens Widerstand in der Nato
Darum geht es: Heute Abend kommen 32 Staats- und Regierungschefs in Den Haag zum Nato-Gipfel zusammen, um erst beim König zu dinieren und am nächsten Tag ein neues Ziel für Verteidigungsinvestitionen formell zu beschließen.
Darum ist es wichtig: Die Nato steht angesichts der wachsenden Bedrohung durch Russland unter Zeitdruck, ihre Abschreckungsfähigkeit auszubauen. Nicht alle Länder halten die vorgesehene Steigerung der Verteidigungsausgaben auf 5 Prozent für nötig: Spanien will weniger Geld ausgeben.
So geht es weiter: Die Nato-Staaten planen bislang, das neue Ausgabenziel bis 2035 zu erreichen. Spanien und weitere Nato-Staaten setzten allerdings eine Revisionsklausel durch. Wenn 2029 turnusmäßig überprüft wird, ob die Nato-Fähigkeitsziele noch der Bedrohungslage entsprechen, soll auch das 5-Prozent-Ziel auf den Prüfstand.

Klingbeils Schulden-Haushalt
Das ist passiert: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (47, SPD) hat gestern seinen Entwurf für den Haushalt 2025 und die Finanzplanung für die kommenden vier Jahre fertiggestellt.
Hintergrund: Einer der zentralen Punkte ist die Entwicklung der Verteidigungsausgaben entsprechend der neuen Zielquote der Nato. Dafür steigen die Schulden des Bundes auf Rekordhöhe.
So geht es weiter: Der Entwurf für 2025 soll heute vom Kabinett beschlossen werden. Die finale Abstimmung im Bundestag ist für September geplant. Bis dahin können sich noch einige Änderungen ergeben.

Ein revolutionärer Blick ins All
Das ist passiert: Das Vera C. Rubin-Observatorium in Chile hat gestern seinen wissenschaftlichen Betrieb aufgenommen – und gleich die ersten Weltraumbilder veröffentlicht. Kein anderes Teleskop auf der Welt kann derart hochauflösende Aufnahmen des Weltalls machen
Darum ist es wichtig: Das Observatorium betreibt die größte jemals gebaute Digitalkamera. Sie hat das Potenzial, unbekannte Phänomene zu entdecken und neue Bereiche der Astronomie zu erschließen.
So geht es weiter: Zehn Jahre lang wird das Observatorium den Himmel der südlichen Hemisphäre beobachten. Am Ende soll eine hochauflösende Zeitrafferaufnahme des Nachthimmels entstehen – mit Daten zu rund 40 Milliarden Himmelsobjekten.

Ameisen, die Deutschland in Aufruhr versetzen
Darum geht es: Die invasive Ameisenart Tapinoma magnum, ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, breitet sich in Deutschland aus und bedroht zum Teil die technische Infrastruktur. In der badischen Grenzstadt Kehl gab es beispielsweise bereits Strom- und Internetausfälle.
Hintergrund: Die Insekten kommen Wissenschaftlern zufolge vor allem in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und im ostfranzösischen Elsass vor. Da es in Deutschland über 120 Ameisenarten gibt, kann es für einen Laien schwierig sein, die Tapinoma magnum überhaupt zu erkennen. Hat man sie erkannt, ist zudem auch die Bekämpfung der Ameisenart alles andere als leicht.
So geht es weiter: Von Insektiziden rät die Forschung ab – stattdessen sollten Funde bei der Gemeinde gemeldet werden. Kehl beispielsweise setzt bereits Heißwassergeräte zur Bekämpfung ein.
Wir wünschen Ihnen einen Dienstag ohne Plagegeister.
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Bis morgen,
Moritz Speer und Sebastian Heintz
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