Verteidigungsminister Boris Pistorius hat geheiratet
Berlin. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD, 63) und seine Lebensgefährtin Julia Schwanholz haben geheiratet. Die Hochzeit habe zwischen den Jahren stattgefunden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.
Pistorius und die Politikwissenschaftlerin - beide in der SPD - sind in den vergangenen Monaten wiederholt gemeinsam öffentlich aufgetreten.
Für Pistorius ist es die zweite Ehe. Seine erste Frau Sabine, mit der er zwei Töchter hat, starb 2015 an den Folgen einer Krebserkrankung. Ein Jahr später - da war der frühere Oberbürgermeister von Osnabrück bereits Innenminister in Niedersachsen - wurde bekannt, dass er mit Ex-Kanzler-Gattin Doris Schröder-Köpf in einer Beziehung war.
Bis 2022 waren die damalige Landesbeauftragte für Migration und Pistorius ein Paar, tanzten in Berlin gemeinsam auf dem Presseball, traten immer wieder gemeinsam in der Öffentlichkeit auf und feierten Wahlerfolge miteinander. Während sich Schröder-Köpf und ihr Ex-Mann Gerhard Schröder nach ihrer Trennung einen öffentlichen Rosenkrieg lieferten, endete die Beziehung mit Pistorius „friedlich und geräuschlos“. Schröder-Köpf verlor im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung auch nach der Trennung nur warme Worte über Pistorius. Er sei „die perfekte Verbindung aus Erfahrung und Offenheit, Erdung und Vorstellungskraft, Verantwortungsgefühl und Großzügigkeit.“
Wenn es nach Schröder-Köpf geht, hat es die neue Ehefrau von Pistorius also mehr als gut getroffen. Julia Schwanholz ist 20 Jahre jünger und als Akademische Rätin am Institut für Politikwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen tätig. Auch sie ist in der SPD, ist parteipolitisch auf einer Linie mit Pistorius, der seit seiner Amtseinführung als Bundeverteidigungsminister vor etwas mehr als einem Jahr in kürzester Zeit zum beliebtesten Politiker Deutschlands wurde. Das dies so ist, wundert seine Ex Schröder-Köpf übrigens auch nicht. Er hinterlasse „weder politisch, noch privat verbrannte Erde“, hatte sie öffentlich erklärt. Und ihn als Menschen der Mitte bezeichnet, „im besten Sinne“.
RND/dpa