Hunderttausende feiern beim Schlagermove in Hamburg
Berlin feiert an diesem Wochenende Techno, in Hamburg tanzt man zu Schlager: Beim Schlagermove sind Hunderttausende Menschen in der Stadt unterwegs. 48 bunt geschmückte Trucks sind am Samstagmittag auf dem Heiligengeistfeld gestartet. Von dort führt die Route über die Landungsbrücken und St. Pauli zurück auf das Feld. Um 20 Uhr beginnt die Aftershowparty – auch „Aftermove-Party“ genannt.
Michael Holm singt auf der „Aftermove-Party“
Für die Feierlaune sorgen bei der 25. Ausgabe des Schlagermoves bekannte Klassiker wie „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens, neuere Lieder wie „Atemlos durch die Nacht“ von Helene Fischer, aber auch Mallorca-Hits wie „Dicht im Flieger“ von Julian Sommer. Bei der „Aftermove-Party“ ist der Sänger Michael Holm dabei. Zu seinen bekanntesten Liedern zählen „Mendocino“ und „Tränen lügen nicht“.
Teil der etwa drei Kilometer langen Karawane ist am Samstag ein inklusiver Truck, der auch Menschen mit Handicap das Mitfeiern beim Schlagermove möglich macht. 14 Rollifahrer und beeinträchtigte Menschen sowie ihre Begleitpersonen könnten so mittendrin dabei sein, wie es zuvor vom Rolli-Truck-Initiator und Sänger Peter Sebastian hieß.
Schlagermove-Organisator Axel Annink warnte im Vorfeld die Teilnehmer und Teilnehmerinnen wegen der hohen Temperaturen: „Alkohol ist nicht immer der beste Durstlöscher“, sagte er dem NDR. In Hamburg klettern die Temperaturen am Samstag auf mehr als 30 Grad. Am Nachmittag sagte Annink, sein Eindruck sei, dass die Teilnehmer gut mit der Hitze umgingen. Viele hätten sich mit Getränken versorgt und zwischendurch auch schattige Plätze gesucht. „Das freut uns sehr.“ Die Feuerwehr richtete nach seinen Angaben an der Ecke Holstenstraße/Reeperbahn einen kühlenden Sprühregen auf.
Die Veranstaltung gibt es seit 1997. Mit dem Move wollen die Veranstalter vor allem das Kulturgut Schlager durch eine kostenlose und allen zugängliche Musik- und Tanzveranstaltung am Leben erhalten. Bei der letzten Ausgabe des Schlagermoves vor Corona zählten die Veranstalter eigenen Angaben zufolge rund 350.000 Besucher und Besucherinnen. Im vergangenen Jahr stieg die Schlagerparty das erste Mal nach der Pandemie, rund 400.000 Menschen waren dabei.
RND/sebs/dpa